Connect with us
© Flavien Duhamel/Red Bull Content Pool

Fahrer

Statement von Walkner und Freinademetz zum tödlichen Dakar Unfall

Erst einige Zeit nach seiner Zielankunft am Sonntag hat der Tiroler Martin Freinademetz vom tödlichen Unfall auf der 7. Etappe der diesjährigen “Dakar” erfahren. Der 40jährige Portugiese Paulo Goncalves war bei Rennkilometer 276 gestürzt, alle Wiederbelebungsversuche scheiterten. Nach diesem tödlichen Unfall wurde die 8. Etappe am Montag für die Motorradpiloten abgesagt. Der High-Speed-Crash des routinierten Spitzenpiloten Goncalves zeigt für Freinademetz einmal mehr, dass die Spitzenfahrer der Rally-Szene selbst bei höheren Sicherheit-Standards ein enormes, bisweilen lebensgefährliches Risiko eingehen.

Martin Freinademetz: “Heute hat sich wieder bewahrheitet, dass der Langstrecken-Rallysport sicherlich die gefährlichste Art des Motorradsports ist. Einfach weil die Geschwindigkeiten teilweise immens hoch sind. Und das alles findet auf einer Strecke statt, die nicht besichtigt wurde, die den Piloten unbekannt ist. Man kann oft nicht sagen, was hinter der nächsten Kuppe ist. Und die Piloten, die vorne um die Top-Platzierungen fahren, nehmen ein ungeheures Risiko in Kauf. Bei diesen Geschwindigkeiten ist ein Abstieg dann leider mitunter tödlich. Man kann also schon sagen, dass diejenigen, die um das Podium kämpfen, die Gladiatoren der heutigen Zeit sind.”

© Text: Hartenduro 

Auch Matthias Walkner hat sich in den sozialen Medien bezüglich des tödlichen Unfalls vom Portugiesen gemeldet. Goncalves war jener Fahrer, der dem Österreicher bei seinem schweren Sturz  2016 zu Hilfe kam. Walkner zeigte sich geschockt:

Matthias Walkner: “Genau so werde ich dich in Erinnerung behalten Paulo Gonçalves R.I.P. Champ! Das ist so furchtbar. Ergebnisse und der Kampf um einen Spitzenplatz rücken plötzlich wieder ganz weit in den Hintergrund! Paulo war ein bisschen der Veteran hier in der Truppe. Paulo war es auch, der 2016 bei meinem schweren Unfall stehen blieb und mir geholfen hat. Er war ein unglaublich netter, hilfsbereiter und fairer Sportler der von allen sehr geschätzt und gemocht wurde. Vor einigen Tagen hat er mir noch erzählt, es wäre seine letzte Saison. Er hat mir am Anfang meiner Kariere auch immer wieder Tipps für’s Navigieren gegeben. Wir sind bei den Rennen extrem oft auch gemeinsam gefahren, weil wir vom Tempo relativ ähnlich waren. Speziell in meiner Anfangszeit haben wir super-lässige Zweikämpfe gehabt. Er war wirklich ein ausgesprochen netter Mensch gewesen. Es ist so tragisch, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll …
Wir sind jeden Tag 15 – 25 km/h über der vom Veranstalter angenommenen Durchschnittsgeschwindigkeit. Die heutige Etappe war einer der schnellsten, die ich jemals bei einer Rally gefahren bin. Ich denke, wir kamen auf einen Schnitt von etwa 125 km/h. 546 Kilometer in nicht einmal viereinhalb Stunden. Davon waren 90 Prozent offpiste, das ist schon extrem grenzwertig. Auch für den Kopf. Denn man weiß, dass der kleinste Fehler wirklich furchtbare Folgen haben kann. Etappe 7 wurde für die Motorradklasse abgesagt.”

Genau so werde ich dich in Erinnerung behalten Paulo Gonçalves😪 R.I.P. Champ!Das ist so furchtbar. Ergebnisse und der…

Gepostet von Matthias Walkner am Sonntag, 12. Januar 2020

Mehr in Fahrer

X