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Grand Prix

Henry Jacobi – MXGP Faenza

Erster Auftritt in Faenza

Das norditalienische Faenza ist Gastgeber der zweiten MXGP Miniserie 2020. Der 1690 Meter lange Cossodromo Monte Coralli verwöhnte das Fahrerfeld mit strahlendem Sonnenschein und gut präparierter Hartboden-Strecke.

Die zwanzigminütige freie Trainingssession nutzte der Thüringer um so viele Runden wie möglich zu drehen. Sein Ziel war es schnell, bestmöglich mit der Strecke vertraut zu werden. Mit einem guten neunten Platz ging der Team SM Action M.C. Migliori Fahrer in das direkt anschließende Zeittraining. „Ich habe einfach nicht geschafft eine richtig tolle Runde hinzulegen. Das Qualifying ist schon immer meine Schwäche – ich brauche etwas Zeit bis ich mich an eine Strecke gewöhnt habe und obwohl ich im freien Training viele Runden gedreht habe, hat es nicht gereicht.“ resümierte der Mann aus Bad Sulza nachdem er die Session auf Position zwanzig beendet hatte.

Rennen eins begann mit einem passablen Start ins Mittelfeld. An sechzehnter Stelle liegend ging es in die erste Runde, schnell musste er aber noch einen Konkurrenten ziehen lassen. Einige Zeit gelang es dem Förderfahrer des ADAC Hessen-Thüringen seine Position zu halten, bis er dann in der zweiten Hälfte des Rennens auf Platz 20 abrutschte. „Plötzlich habe ich komplett den Rhythmus verloren. Es ist schwer zu erklären aber ich war auf einmal richtig sauer auf mich, dass ich es nicht besser hinbekommen habe. Da ging nichts mehr.“ In der letzten Runde rutschte Henry dann noch aus den Punkten.

Der Start zum zweiten Rennen des Tages war deutlich besser. Als Siebter wurde er in Kurve eins gezählt und beim ersten Überqueren der Start und Ziellinie war der 23-Jährige Neunter. Bald konnte er noch einen weiteren Platz gutmachen. Bis zum letzten Drittel hielt er sich problemlos auf dieser Position. Beim Versuch den vor ihm fahrenden Mitstreiter zu überholen, kam Henry ein wenig aus dem Tritt und musste ein Pulk von mehreren Piloten ziehen lassen. „Ich bin ewig hinter Desalle hergefahren und kam einfach nicht vorbei. Drei-, viermal habe ich zum Manöver angesetzt – das hat mich viel Kraft gekostet, so dass ich mich nicht dagegen wehren konnte, als einige Fahrer an mir vorbei gingen.“ Der Yamaha Fahrer fing sich aber schnell wieder und sah die Zielflagge als Vierzehnter.

„Das Wochenende lief noch nicht optimal, es gibt noch einiges zu verbessern. In ein paar Tagen geht es ja schon weiter, da hoffe ich auf einen Fortschritt.“

Faenza die Zweite

Nach zwei Erholungstagen ging es für die MXGP Piloten erneut um Punkte auf dem Cossodromo Monte Coralli. Der Hartboden-Track, der sich durch seine steilen bergauf-bergab Passagen auszeichnet, sollte auch beim zweiten Aufeinandertreffen keine einfache Aufgabe für das Fahrerfeld werden.

Ein fünfter Platz stand für Henry nach zwanzig Minuten freiem Trai- ning zu buche. Der 23-Jährige fand einen guten Rhythmus und fühlte sich auf seiner Yamaha sichtlich wohl. Er nutzte die Zeit, um sich den Kurs einzuprägen und zusammen mit seinem Team SM Action M.C. Migliori die Einstellungen des Bikes zu optimieren. Im Anschluss ging es direkt in das Zeittraining. „Ich komme immer noch nicht so gut mit dem Zeittraining klar, aber Platz 16 ist eine gute Ausgangsposition für die Rennen und eine Verbesserung zum letzten Wochenende ist auch da.“

Das erste Rennen startete solide für den Förderfahrer des ADAC Hessen-Thüringen. Auf Rang dreizehn ging es in Runde eins. Im stark umkämpften Mittelfeld verlor Henry einige Positionen, konnte seine Fahrweise stabilisieren und sich wieder vorkämpfen. Als die Zielflagge fiel, hatte Henry Platz vierzehn erreicht und weitere sieben Punkte auf dem WM-Konto. „Das Ergebnis ist ok, ich bin aber nicht ganz zufrie- den. Es ist deutlich mehr drin, ich muss es nur umsetzen. Im nächsten Lauf versuche ich es besser zu machen.“

Das sollte dem Thüringer aber nicht gelingen. Die Reaktion aus dem Gatter war gut, doch fehlte es an Durchsetzungsvermögen in der ersten Kurve. Wieder begann die wilde Fahrt im Mittelfeld auf Rang 15. Aber Henry kam sichtbar besser zurecht. Er fuhr fehlerfrei, mit gutem Rhythmus und konnte Fahrer um Fahrer hinter sich lassen. Als er bereits auf Position zwölf vorgefahren war, passierte der Fehler. Er verlor die Beherrschung über seine Yamaha und krachte unsanft in die Bande. Damit war das Rennen für den Mann aus Bad Sulza vorbei. „Das war wirklich ein böser Sturz, aber mir ist Gott sei Dank nichts schlimmes passiert. Ich habe mich einfach in einer bergab Passage verbremst. Danach ist mir das Vorderrad aus dem Anlieger gerutscht und ich bin stumpf und hässlich eingeschlagen. Sehr schade, das hätte ein gutes Ergebnis werden können.“

Jetzt bleiben Henry drei Tage zur Regeneration um für das schon am kommenden Wochenende stattfindende Event fit zu sein.

 

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