Michael Kratzer sammelte bei seinem Erzbergrodeo-Debüt wertvolle Erfahrungen. Für den mehrfachen österreichischen Motocross-Staatsmeister war das diesjährige Erzbergrodeo ein ganz besonderes Erlebnis. Erstmals stellte sich der aktuelle Spitzenreiter der österreichischen Motocross-Staatsmeisterschaft der Herausforderung am steirischen Erzberg und blickt auf ein Wochenende voller neuer Eindrücke, wichtiger Erfahrungen und unvergesslicher Momente zurück.
Bereits am Donnerstag fand mit dem Rocket Ride das erste Highlight in Eisenerz statt. Michael Kratzer zeigte eine starke Leistung, schied jedoch leider im Halbfinale: „Ich hatte einen ungünstigen Startplatz und leider auch kein Glück, am Ende war leider im Semifinale Schluss“.
Auch beim Prolog präsentierte sich der Motocross-Pilot in sehr guter Form. Am ersten Prologtag fuhr Kratzer auf den hervorragenden vierten Rang, am zweiten Tag belegte er Platz fünf. Dabei wäre am zweiten Tag noch mehr möglich gewesen: „Ich musste längere Zeit hinter einem anderen Piloten fahren, konnte nicht überholen und verlor dadurch wertvolle Sekunden“, so der Baierdorfer. Besonders bemerkenswert war auch das enorme Tempo auf den schnellen Passagen: „Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 144,5 km/h war ich bei den schnellsten Fahrern im Feld“.
Der emotionale Höhepunkt folgte dann am Sonntag beim legendären Red Bull Hare Scramble. Aufgrund seiner starken Prologleistung durfte Michael Kratzer als Zweiter zur Startaufstellung fahren und erwischte anschließend einen hervorragenden Rennbeginn. Bereits kurz nach dem Start lag er auf Rang drei, arbeitete sich wenig später auf Platz zwei nach vorne und übernahm zwischenzeitlich sogar die Führung des prestigeträchtigen Rennens.
„Das war schon richtig cool. Vorne zu fahren und sogar kurz in Führung zu liegen, ist ein unglaubliches Gefühl“, schilderte Kratzer seine Eindrücke. Mit zunehmender Renndauer machten die erfahrenen Hard-Enduro-Spezialisten allerdings Druck: „Die anderen Fahrer wurden immer stärker, und ich habe mich dadurch selbst etwas nervös gemacht.“
Die Entscheidung nicht über das Limit zu gehen, wurde mit Blick auf die aktuelle Motocross-ÖM-Saison getroffen: „Ich habe dann bei Checkpoint 7 abgebrochen, denn mein Hauptaugenmerk liegt auf der Motocross-ÖM, wo ich aktuell die Gesamtführung innehabe. Deshalb wollte ich kein unnötiges Risiko eingehen.“
Trotz des vorzeitigen Endes zieht der Baierdorfer ein positives Fazit: „Das außergewöhnliche Format, die einzigartige Kulisse am Erzberg und die Erfahrungen im direkten Duell mit den besten Hard-Enduro-Fahrern der Welt machten mein Debüt zu einem unvergesslichen Abenteuer. Nochmals Danke an meine Sponsoren, allen voran Rosenberger Motors, die eine speziell vorbereitete Honda 450RX RedMoto zur Verfügung stellten“.
Am kommenden Wochenende startet Michael Kratzer als ÖM-Leader mit dem „Red Plate“ in Mehrnbach (OÖ), wo die nächsten Läufe zur Motocross-Staatsmeisterschaft am 14. Juni gefahren werden…
© Text/Bild: Kratzer


